Ganz einfach: Der 1. Mai ist ein Tag mit Geschichte, ein symbolischer Tag der Arbeiter:innenbewegung und das weltweit. Bei aller berechtigten Kritik an dem ritualisierten Tamtam rund um den 1. Mai, ist es weltweit der Tag, an dem Linke auf die Straße gehen. Gerade weil unsere Kämpfe um bessere Arbeitsbedingungen, Versorgung und gegen Krieg nur erfolgreich sein können, wenn sie international und damit gegen die Nation gerichtet sind, sind solche Tage, selbst auch nur symbolisch wichtig.
Und warum auf die DGB-Demo?
Wir machen uns keine Illusionen hinsichtlich der DGB-Führung. Aber nichts desto trotz ohne gewerkschaftliche Organisierung sieht es noch finsterer aus, als ohnehin schon. Und gerade an der Basis gibt es viele stabile Menschen, die sich Tag für Tag für unsere Interessen einsetzen.
Aber es stimmt natürlich, der DGB hat mit seiner Sozialpartnerschaft eine stabilisierende Funktion. Das Staat und Kapital mit dem DGB häufig Besties sind, liegt natürlich daran, dass der DGB soziale Konflikte und Arbeitskämpfe in geordnete Bahnen lenkt, integriert, entschärft usw.
Aber:
- Auf die Gewerkschaften einzuwirken ist möglich und richtig.
- Unter den Kolleg:innen, die am ersten Mai auf der Straße sind, sind einige, die eben nicht bloß aus Traditionsgründen dort sind, sondern weil sie wissen, dass gewerkschaftlicher Kampf unabdingbar ist.
Genau hier versuchen wir anzusetzen.
Zu guter Letzt: Damit eine radikale Linke überhaupt wahrgenommen wird, muss sie sich schon die Mühe machen auch dort zu sein wo Menschen jenseits ihrer Bubble sind, auch am 1. Mai um 10:00 Uhr morgens.
In diesem Sinne:
Kommt in den antikapitalistischen Block!
